In der Gemeinde von Jesolo befindet sich etwa 2 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt die Ausgrabungsstätte Antiche Mura.
Hier sind die Überreste der Kathedrale Santa Maria und der nach San Mauro geweihten Kirche zu sehen, die in der einstigen Diözese von Equilium emporragten.
Es wird erzählt, dass es sich bei der Kathedrale Santa Maria um den zweitgrößten Kirchenbau der Republik Venedig gehandelt habe und lediglich der Markusdom größer war.
Davon können wir heute nur noch den Fußboden, die Ecke einer Wand und das quadratische Fundament vom Glockenturm mit seiner Krypta bewundern.
An den Ausgrabungen lässt sich erkennen, wie sich die Kathedrale auf einer vorherigen Kirche aus dem 6. und 7. Jahrhundert erhoben haben muss.
Hervorzuheben ist der außerordentliche Wert des Mosaikbodens von der ersten Kirche.
Obgleich es bei der Fassade nicht möglich gewesen ist die Architektur zu rekonstruieren, ist sicher, dass die Fassade Vorsprünge besaß und das Kircheninnere aus drei Kirchenschiffen bestand, während wir vom Glockenturm weder das Aussehen, noch seine Höhe kennen.
Die dürftigen Informationen, sind durch die Schäden bedingt, die die Kirche während der Bombardierungen des 1. Weltkriegs davon getragen hat. Bis dahin war das Mauerwerk der Kathedrale nach Bezeugungen der aufgefundenen Dokumente unversehrt.
Weitere Fundstücke aus der römischen und frühchristlichen Zeit, die in der Ausgrabungsstätte aufgefunden wurden, sind heute in den Museen von Altino und Aquileia ausgestellt.
In unmittelbarer Nähe der Kathedrale finden wir die von Pflanzen überwachsenen Überreste der Kirche San Mauro.
Einige der sorgfältig restaurierten Fundstücke können wir bei der archäologischen Daueraustellung am Rathaus von Jesolo bewundern.
Schreiben Sie einen Kommentar