Die Stadt Jesolo öffnet sich dem Austausch der Pinien entlang der Küste – so äußerte sich Bürgermeister Christofer De Zotti im Juli 2026. Hintergrund sind umgestürzte Bäume bei Unwettern, hohe Unterhaltskosten und Schäden an Gehwegen und Gullys. Es geht um einzelne Abschnitte der Promenade, mit schrittweisen Eingriffen – nicht um eine flächendeckende Fällung.
Warum will Jesolo die Pinien an der Küste ersetzen?
Die Gründe sind praktischer Natur und betreffen die Sicherheit. Die Pinien an der Küste haben eine beachtliche Größe erreicht, und bei Unwettern sind einzelne Exemplare umgestürzt – mit gesperrten Straßen und Noteinsätzen. Dazu kommt der laufende Unterhalt: Laut dem Interview des Bürgermeisters mit La Nuova Venezia vom 15. Juli 2026 liegen die Kosten bei über 600.000 Euro pro Jahr.
Hinzu kommen die alltäglichen Auswirkungen auf das Stadtbild. Nadeln und Zapfen verstopfen die Gullys, die Wurzeln heben Gehwege an, und Tourismusbetriebe weisen seit Langem auf das Problem hin. Das Thema wird in Jesolo seit Jahrzehnten diskutiert und berührt die Identität der Promenade selbst: Die Position des Bürgermeisters ist eine politische Öffnung, kein bereits beschlossenes Projekt.
Wie viele Pinien gibt es, und wie viele wurden bereits ersetzt?
Der Baumbestand an der Küste umfasst rund 3.000 Pinien, gepflanzt im Laufe eines Jahrhunderts. Nicht alle sind in kritischem Zustand: Die Stadt arbeitet seit Jahren mit einem gezielten Plan nur für gefährliche Bäume, basierend auf visuellen und instrumentellen Stabilitätsprüfungen.
Die Zahlen des Plans sind öffentlich: 265 ersetzte Bäume 2023 und 363 im Jahr 2024. 2022 startete in der Via Dalmazia ein Pilotprojekt mit 50 Bäumen und einem neuen Pflanzmodell, das als Referenz für die folgenden Eingriffe dient. Das Planungsdokument 2026-2028 der Stadt sieht eine Erhebung der gefährlichen Bäume mit punktuellen Eingriffen vor. Aktuelle Details finden sich auf der Website der Stadt Jesolo.
Was wird anstelle der Pinien gepflanzt?
Die vom Forstwissenschaftler Paolo Perlasca genannten Alternativen sind Silberpappel, Tamariske und Schmalblättrige Ölweide: Arten, die an der oberen Adria bereits heimisch sind. Die endgültige Wahl ist noch nicht in einem Ausführungsprojekt festgelegt und hängt von den technischen Bewertungen der Stadt ab, Abschnitt für Abschnitt.
Bei den bereits durchgeführten Eingriffen galt das Kriterium, die Kontinuität des Stadtbilds zu erhalten. Der Austausch sieht die Pflanzung neuer Bäume vor: Das Grün der Küste wird nicht weniger, seine Zusammensetzung ändert sich.
Was ändert sich für Spaziergänger an der Promenade?
Unmittelbar ändert sich nichts. Es wurde kein Fällkalender angekündigt: Die Promenaden, die Strände und die Hotels an der Promenade bleiben in diesem Sommer, wie sie sind.
Die Veränderung wird mittelfristig sichtbar und betrifft vor allem den Schatten. Eine ausgewachsene Pinie hat eine breite Krone, die Gehwege und Radwege bedeckt; ein frisch gepflanzter Baum braucht Jahre, um denselben Schutz zu bieten. Deshalb setzt man auf Schrittweise: Wenige Exemplare auf einmal zu ersetzen vermeidet, ganze Abschnitte in der heißen Jahreszeit ungeschützt zu lassen.
Häufige Fragen
Wird Jesolo alle Pinien an der Promenade fällen?
Nein. Der Bürgermeister hat sich dem Austausch "zumindest in einigen Abschnitten" der Küste geöffnet, nicht einer flächendeckenden Fällung. Derzeit gibt es weder ein Ausführungsprojekt noch einen Zeitplan. Der geltende städtische Plan betrifft einzelne Bäume, die nach technischen Stabilitätsprüfungen als gefährlich eingestuft werden.
Wie viele Pinien gibt es in Jesolo?
Die Küste von Jesolo zählt rund 3.000 Pinien, gepflanzt im Laufe eines Jahrhunderts. Sie sind zusammen mit dem Pinienwald zu einem unverwechselbaren Element des Stadtbilds der Promenade geworden. Nur ein Teil dieser Bäume fällt unter die Stabilitätsprüfungen, die jedem möglichen Austausch vorausgehen.
Warum verursachen die Pinien von Jesolo Probleme?
Ausgewachsene Pinien stürzen bei Unwettern leichter um, mit Sicherheitsrisiken. Die oberflächlichen Wurzeln heben Gehwege und Asphalt an, während Nadeln und Zapfen die Gullys verstopfen. Der Unterhalt kostet laut Stadtverwaltung über 600.000 Euro pro Jahr.
Welche Bäume werden die Pinien in Jesolo ersetzen?
Als Alternativen genannt werden Silberpappel, Tamariske und Schmalblättrige Ölweide – Arten, die für die Küstenumgebung geeignet sind. Die endgültige Entscheidung liegt bei der Stadt und ist noch nicht formalisiert. Bei den bereits umgesetzten Eingriffen wurde nach dem Kriterium der Kontinuität des Landschaftsbilds neu gepflanzt.
Betrifft die Veränderung den Sommer 2026?
Nein. In der laufenden Saison bleibt die Promenade von Jesolo unverändert: Es sind keine Eingriffe an den Pinien der Küste geplant. Wer in den Urlaub kommt, findet dieselben baumgesäumten Promenaden wie in den Vorjahren, mit den Veranstaltungen und Services der Saison im Regelbetrieb.
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